Auch in Nördlingen wird die langanhaltende Hitze und steigende Temperaturen zunehmend eine Gefahr für die Gesundheit

Die Stadt Nördlingen muss Maßnahmen ergreifen, um ihre Bürger und Bürgerinnen vor gesundheitlichen Schäden zu schützen, fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen-Frauenliste in einem Antrag an Oberbürgermeister Wittner und den Stadtrat.

Wir fordern von der Stadtverwaltung ein Konzept dafür, wie die Stadt Nördlingen umgebaut wird, um auf zukünftige Hitzewellen gut vorbereitet zu sein, so Stadtrat Wolfgang Goschenhofer im Antrag.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen und mittel- und langfristigen Strategien zum Umbau von Nördlingen in eine hitzeresistente Stadt, die ihren BewohnerInnen und BesucherInnen ein gesundes und lebenswertes Klima bieten kann.

Folgende städtebauliche und stadtplanerische Möglichkeiten schlagen wir hierzu für Nördlingen exemplarisch vor:

* Schaffung und Erhalt von schattenspendenden Grünanlagen und Parks mit Bänken, bestenfalls mit kühlenden Verdunstungsflächen, wie Wasserflächen- und spielen.

* Errichtung von großzügigen Schattenplätzen:
Pavillons, Außendächer, Markisen, feststehende Sonnenschirme, Sonnensegel;
Vordächer und Überdachungen, die die Belastungen der UV-Strahlung reduzieren;
Erhalt und Neuanpflanzung von Bäumen mit dichten Blattkronen.

* Einrichtung von Befeuchtungsanlagen in Außenbereichen und für Terrassen.

* Hitzereduktion durch die Freihaltung und Schaffung von Luftleitbahnen und Kaltluftentstehungsgebieten in der Stadt.

* Reduzierung der Versiegelung von Plätzen, um Hitze- und UV-Belastung durch Reflexionen zu vermeiden.

* Förderung von Baum- und Buschpflanzungen, wie Dachbegrünungen, um kühlend und ausgleichend auf die Temperaturentwicklung einzuwirken.

* Aufstellung von fest installierten Trinkwasserspendern im öffentlichen Raum.

Zum Hintergrund:

"Hitze als zunehmende Gefahr für die Gesundheit: Wir müssen unsere Städte umbauen."

Deutschland ist von immer mehr Hitzewellen betroffen. Diese dauern länger und werden intensiver. Dabei wird immer deutlicher: Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise. Allein zwischen 2018 und 2020 gab es in Deutschland über 19.000 hitzebedingte Todesfälle, ebenso nahmen hitzebedingte Erkrankungen, wie Herz- Kreislaufbeschwerden, Herzinfarkte oder Hitzeschläge stark zu. Besonders gefährdet sind dabei ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten.

Die Bundesregierung hat hier bereits an verschiedenen Stellen angesetzt. Das "Sofortprogramm Klimaanpassung" wurde bereits im März vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) vorgelegt. Unter anderem umfasst es eine Erweiterung des Beratungsangebots des "Zentrums KlimaAnpassung" (ZKA), die Kommunen dabei unterstützen, Hitzeaktionspläne (HAP) zu entwickeln und umzusetzen. Dabei ist eine Förderung konkreter Projekte von Städten und Gemeinden möglich.

"Hitzeaktionspläne für Kommunen" (HAP) verknüpfen drei Strategien miteinander:

1) Die Bevölkerung über die Gefahren von Hitzeextremen zu informieren.

2) Bei akuten Hitze-Extremereignissen die Verantwortung zu übernehmen und das Nötige zur Schadensabwehr und Erhalt der Gesundheit der Bevölkerung zu veranlassen.

3) Die Ergreifung langfristiger Maßnahmen, um die städtischen Strukturen an den Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit anzupassen.

Die Kommunen werden in ihren Bemühungen durch unterschiedliche Ministerien unterstützt. Einen Einblick in die Maßnahmen gibt die "Schattenspender-Kampagne" auf der Webseite des Umweltbundesamtes unter der Rubrik
"Anpassung auf kommunaler Ebene": www.umweltbundesamt.de

Angesichts der Hitzewelle dringt das Umweltbundesamt darauf, die Städte besser gegen hohe Temperaturen und auch gegen Starkregen zu wappnen: "Wir müssen unsere Städte umbauen, um mit dem Klimawandel leben zu können", sagt Präsident Dirk Messner. "Dazu gehört vor allem viel mehr Grün in den Städten. Das kühlt deutlich." Wenn es regne, müsse die Stadt das Wasser aufsaugen und speichern können, damit es bei Hitze verdunste und einen weiteren Kühlungseffekt bringe."

Der Umbau der Städte als wichtige Veränderung zum Gesundheitsschutz muss jetzt beginnen. "Wir werden Flächen wie Parkplätze, Straßen und gepflasterte Plätze entsiegeln müssen und Platz schaffen für kühlendes Grün", erläutert Messner. Dies helfe im Kampf gegen Hitze und Starkregen, verbessere allgemein die Lebensqualität und schaffe Platz für klimaschonende Mobilität wie den Radverkehr. Städte sollten flächendeckend Hitzeaktionspläne erstellen, die Bund und Länder finanziell unterstützen, empfahl Messner.

Öffentliche Einrichtungen sollten Vorbilder für Hitzevorsorge mit naturbasierten Maßnahmen sein: "Beispielsweise sollten Kitas, Turnhallen und Feuerwehrhäuser konsequent mit Gründächern ausgestattet werden."

Pressemitteilung, Nördlingen, im Juli 2022

Antrag: "100 Balkon-Kraftwerke" für Nördlingen

Sonnenenergie fördern: 100 Balkon-Kraftwerke bezuschussen!

Mit einem Antrag fordert Bündnis 90/Die Grünen die Stadt auf, die Nutzung des heimischen Balkons zur Erzeugung von Strom über eine Stecker-Photovoltaik-Anlage zu unterstützen.

Das umweltfreundliche Engagement soll mit einem Zuschuss belohnt werden.

Der Strombedarf steigt und der Klimawandel schreitet voran. Deshalb muss die Stadt Nördlingen auf allen Ebenen Maßnahmen ergreifen, um die Energiewende voranzubringen. Die aktuellen Ereignisse, wie Hochwasser, Trockenheit und Waldbrände zeigen: Nichtstun ist teurer.

Deshalb hat Stadtrat Wolfgang Goschenhofer für Bündnis 90/Die Grünen, Fraktion Grüne-Frauenliste, einen Antrag an den Oberbürgermeister der Stadt Nördlingen gestellt:

Die Kommune soll "100 Balkon-Kraftwerke" bezuschussen.

Der Antrag lautet wie folgt: Der Stadtrat möge beschließen:

a) Alle Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Nördlingen, die eine neue Stecker-PV-Anlage installieren und davon ein Foto und eine Rechnung einreichen, erhalten von der Stadt Nördlingen 75€ für ein Einfachmodul (300 Wp) bzw. 150€ für ein Doppelmodul (600 Wp) als Zuschuss.

b) Jede Person kann nur für eine Anlage einen Zuschuss erhalten.

c) Insgesamt sollen 100 Anlagen gefördert werden.

d) Die Stadt verteilt an alle Haushalte einen Flyer, der über die Aktion "100 Balkon-Kraftwerke" informiert und Hilfestellung gibt. Außerdem enthält der Flyer noch kurze Informationen zu Dach-PV und Fassaden-PV.

Diese Photovoltaik-Anlagen sind relativ einfach zu installieren. Sie können direkt über eine Steckdose an den Hausstromkreis angeschlossen werden und haben ein Einsparpotential von bis zu 20 Prozent. Dazu geben Balkon-Kraftwerke auch Mieterinnen und Mietern die Möglichkeit, eigenen Strom zu erzeugen und zu nutzen.

Durch die Förderung der Balkon-Kraftwerke werden die Nördlinger Bürgerinnen und Bürger auf weitere Möglichkeiten der Erzeugung erneuerbarer Energie aufmerksam gemacht. Gleichzeitig kann die Kommune zeigen, dass sie ihre Einwohnerinnen und Einwohner bei der Umsetzung der Energiewende unterstützt. Ebenso wie die steigenden monetären und materiellen Kosten, ist dies ein Ansatz, sich mit dem eigenen Stromverbrauch kritisch auseinanderzusetzen und über Einsparungen nachzudenken.

Balkon-Kraftwerke können zwar nicht die Erträge liefern, die große Dach-Photovoltaik-Anlagen bringen, bieten jedoch einen Anlass, sich mit dem Thema der alternativen Energieerzeugung zu befassen. Im besten Fall kann diese Förderung dazu führen, den Einstieg in die eigene Stromerzeugung zu erleichtern und mehr über die Funktion und Möglichkeiten von Photovoltaik-Anlagen zu erfahren.

Die Zuschüsse zu den Balkon-Kraftwerken würden für das laufende Kalenderjahr maximal einen Betrag in Höhe von 15.000 Euro erfordern. Die Finanzierung könnte über die allgemeine Deckungsreserve, wie auch über die prognostizierten Mehreinnahmen an Gewerbesteuern erfolgen.

Pressemitteilung, Nördlingen, im August 2022

Antrag an die Stadt zur Erstellung eines Energiesparkonzepts

Damit Nördlingen den explodierenden Kosten der Energieversorgung nicht tatenlos gegenüber steht, benötigt die Kommune einen Energiesparplan.

Wie alle anderen Kommunen in Deutschland, ist auch die Stadt Nördlingen von den steigenden Energiepreisen betroffen.

Deshalb stellte Wolfgang Goschenhofer, Stadtrat Bündnis 90/Die Grünen, Fraktion Grüne-Frauenliste, bei Oberbürgermeister David Wittner den Antrag, durch die Stadtverwaltung zeitnah ein Energiesparkonzept entwickeln zu lassen.

"Wir wollen damit erreichen", so Goschenhofer für die Fraktion, "dass dem Stadtrat bis spätestens Ende September ein Paket mit konkreten Schritten zum Einsparen von Energie zur Entscheidung vorgelegt wird."

Es muss dabei zwischen kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen, die in einem hohen Kosten-Nutzen-Verhältnis zueinander stehen und für diesen Winter 2022/2023 gelten, und langfristigen Formen der Energieeinsparung unterschieden werden.

Denn dass auch für die Zukunft ein verantwortungsvoller Einsatz von Energie wichtig ist, hat uns nicht nur die Abhängigkeit von Russland gezeigt. Ressourcen sind endlich und der Klimawandel steht nicht mehr nur vor der Tür, sondern ist in unseren Alltag bereits eingetreten.

"Planbare, nachhaltige Maßnahmen sind notwendig, um Energie zu sparen. Wir erwarten von der Verwaltung einen Maßnahmenplan, der die Kosten und Einschnitte für die Bevölkerung in ein Verhältnis zum eingesparten Energieverbrauch setzt. Auf Grundlage dieser Fakten können dann Entscheidungen getroffen werden", sagt Stadtrat Wolfgang Goschenhofer.

Beim Energiesparen müsse die Stadt Nördlingen mit gutem Beispiel voran gehen.

So werden in Kommunen bereits Schwimmbäder weniger geheizt, Ampeln früher ausgeschaltet, die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik umgestellt, wie auch die Beleuchtung reduziert und Brunnen abgeschaltet. Auch die Temperatur in Verwaltungsgebäuden könnte gesenkt und Home-Office angeboten werden.

Pressemitteilung, Nördlingen, im Juli 2022

Mahnwache: Reaktorkatastrophe in Tschernobyl 1986


Aus Anlass  des 36. Jahrestages der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl veranstalteten die Nördlinger Grünen eine Mahnwache am Kriegerbrunnen.

Im Jahr 1986 kam es durch eine Explosion im Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine zu einem Supergau. Dabei wurden große Mengen an radioaktivem Material freigesetzt. In den folgenden Tagen zogen radioaktive Wolken über ganz Europa hinweg und regneten ihren giftigen Inhalt auf die Böden, wie Sandkästen und Sportstätten,  Gemüsegärten und Getreidefelder, Wiesen und Wälder. Es kam zu einer flächendeckenden Kontaminierung. “Angst und Verunsicherung waren groß“, erinnert sich Gabi Burger, eine der Organisatorinnen vom Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen Nördlingen. 

An die Nuklearkatastrophe am 11. März 2011 in Fukushima, Japan, wurde ebenfalls erinnert. Bis heute wird dort kontaminiertes Kühlwasser in Tanks gelagert, das jedoch ab 2023 in den Pazifischen Ozean geleitet werden soll. So wird die Kontaminierung des Meeres rücksichtslos in Kauf genommen.

In Deutschland sollen zwar die letzten drei Atomkraftwerke Ende 2022 abgeschaltet werden. 

Allerdings gab es bereits im März Vorstöße, unter anderem vom bayerischen  Ministerpräsidenten Markus Söder, die Laufzeit für die Atomkraftwerke zu verlängern. „Das lehnen wir angesichts der Risiken von Atomkraft und des bis jetzt ungelösten Problems der Entsorgung und Endlagerung von Atommüll ab“,  sagt Andrea Eireiner, Kreis- und Stadträtin. 

Auch die Aufnahme von Atomenergie in die EU-Taxonomie, einen Kriterienkatalog für nachhaltige Investitionen, wodurch die Kernkraft als nachhaltig und klimaschützend eingeordnet wird, hält Andrea Eireiner für widersinnig. „Atomkraft ist nicht sicher, wahnsinnig teuer und nicht CO2-neutral. Mit dem Atommüll hinterlassen wir der Erde ein hunderttausende von Jahren strahlendes Erbe“.

Zum Abschluss der Mahnwache gedachten die Anwesenden mit einer Schweigeminute der Opfer von Tschernobyl, Fukushima, wie auch den Opfern des Krieges und der Zerstörung in der Ukraine.

Pressemitteilung von Bündnis 90 / Die Grünen Nördlingen

Der Nördlinger Bäumlesgraben - ein besonderer Weg außerhalb der Stadtmauer

Interview mit Andrea Eireiner, Stadträtin der Grünen, zum Thema „Lichtverschmutzung“

Bäumlesgraben Nördlingen, Stadträtin Andrea Eireiner


Liebe Andrea, bei der Finanzausschuss-Sitzung im Dezember 2021 hast du dich gegen eine Beleuchtung des Bäumlesgrabens ausgesprochen – einem Wegabschnitt, der außerhalb der Stadtmauer zwischen dem Baldinger und dem Berger Tor entlang führt.
Du hast dich dabei auf die Lichtverschmutzung und den Arten- und Insektenschutz bezogen. Kannst du das kurz näher ausführen?

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gab im September 2020 einen „Leitfaden zur Eindämmung der Lichtverschmutzung. Handlungsempfehlungen für Kommunen“ heraus. Der bayerische Staatsminister Thorsten Glauber erklärt darin, dass, neben der Sicherheit, „der Artenschutz und der Erhalt der Biodiversität ebenfalls wichtige Gemeinschaftsaufgaben“ sind, auch weil 60 % aller Insektenarten dämmerungs- und/oder nachtaktiv sind. Er weist dabei darauf hin, dass die Biodiversität in Bayern sinkt.

Auch das Deutsche GeoForschungsZentrum stellte in einer Studie fest, dass besonders in Bayern und Baden-Württemberg die beleuchteten Flächen pro Jahr um drei bis vier Prozent zunehmen.

Weshalb wäre es besonders an diesem Wegabschnitt außerhalb der Stadtmauer nicht gut, eine dauerhafte nächtliche Beleuchtung zu installieren?

Besonders gefährlich wäre eine Beleuchtung am Bäumlesgraben auch wegen dort fließenden Eger. Eine einzige Straßenlaterne kann die gesamte Köcherfliegen-Population eines 200 Meter breiten Gewässerstreifens vernichten. Köcherfliegen sind ein wichtiger Indikator für Wassergüte und -struktur. Nächtliche Beleuchtung wirkt ebenfalls auf Vögel, die deshalb früher brüten, wie auch Fischarten dadurch ihren Hormonhaushalt ändern.

Kannst du das Argument verstehen, du würdest damit den Insektenschutz vor den Schutz von Menschen stellen, die es gefährlich finden, dort in der Dunkelheit spazieren zu gehen?

Neben Ökolog*innen und Biolog*innen beschäftigen sich auch Mediziner*innen mit den schädlichen Auswirkungen der zunehmenden nächtlichen Beleuchtungen. Auch die „innere Uhr“ des Menschen wird durch die Farbtemperatur des Tageslichts bzw. von künstlichem Licht gesteuert. So können sich auf Dauer chronische Schlafstörungen beim Menschen entwickeln, wie auch ganze Ökosysteme gestört werden. Deshalb wären für Städte verbindliche Grenzwerte für Lichtimmissionen wichtig, wie es sie zum Beispiel in Tschechien und Slowenien gibt, aber leider nicht in Deutschland.

Der Bäumlesgraben wird wegen seiner Natürlichkeit geschätzt, er ist nicht versiegelt und verbaut. Dieses kleine Stück Natur, dass außerhalb der Stadtmauer eine Besonderheit ist, sollte deshalb geschützt und erhalten werden, so wie es jetzt ist. Wer gerne in der Dämmerung eine Runde macht, ob zu Fuß oder mit dem Rad, hat Alternativen, den Bäumlesgraben auf gut beleuchteten Strecken zu umgehen. Wir sollten Rücksicht nehmen auf dieses kleine Stück Natur, dass außerhalb der Stadtmauer und so zentral zur Altstadt eine Einmaligkeit darstellt.

Haltung zeigen - Annalena Baerbock und die Gegenrede

Nicht nur die Außenministerin macht es vor:
Inhalte wirken, und Schweigen ist keine Option

In ihrem Artikel "Widerworte wirken", beschreibt Kathrin Hollmer im SZ-Magazin vom 24. März 2022, wie Frauen dafür angefeindet werden, öffentlich ihre Meinung zu sagen. Besonders menschenverachtend werde es dann, wenn diese Frauen inhaltlich und körperlich nicht den patriarchalen Weiblichkeitsphantasien entsprechen.
Als Beispiele führt sie, neben weiteren, die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer, die Grünen-Chefin Ricarda Lang, Emilia Fester, die jüngste Abgeordnete im Bundestag und von den Grünen, wie auch Annalena Baerbock an.
Sie fragt sich, woher diese Feindseligkeit und der verzweifelte Versucht kommt, "Frauen mundtot zu machen, klein zu halten, indem man ihnen Kompetenz abspricht, weil sie Frauen sind oder gar junge Frauen."
Es sei wohl die schiere Panik vor dem männlichen Machtverlust.
Was dagegen helfe, wenn man selbst betroffen sei, fragt sie und antwortet: Haltung zeigen, so wie Annalena Baerbock in der Generaldebatte im Bundestag. Sie konterte der Provokation und brachte dadurch die Debatte um eine feministische Außenpolitik einen großen Schritt weiter.
Hier geht es zum Artikel im Magazin der Süddeutschen Zeitung...

Feministische Außenpolitik

Annalena Baerbock spricht sich aus guten Gründen für eine "feministische Außenpolitik" aus

Die Forderung nach einer Außenpolitik, die sich für den Frieden in der Welt einsetzt, erhoben bereits 1915 in Den Haag über tausend Frauen, die zum einen ein Ende des ersten Weltkrieges forderten, wie auch, Krieg selbst als völkerrechtswidrig einzustufen. Die frühen Aktivistinnen machten auch Vorschläge gegen Waffenproduktionen, und einige ihrer Thesen fanden Einzug in die von US-Präsident Wilson gemachten Vorschläge, wofür er den Friedensnobelpreis erhielt.
Mehr dazu in dem mdr-Artikel "Neues Sachbuch: "Die Zukunft der Außenpolitik ist feministisch"" der Politikwissenschaftlerin Kristina Lunz vom 8. März 2022, von Meinhard Michael.

"DAS ist Baerbocks Strategie" ist der Titel eines Videoclips von Funk (ardmediathek), in dem Jan Schipmann die feministisch ausgerichtete Außenpolitik von Annalena Baerbock erklärt.

Und welche sich eine kurze satirische Replik auf das männliche Gespött gegen weibliche Kompetenz anhören möchten, ist bei dem Podcast "Das Wort zum Dienstag: Feministische Außenpolitik" von Jana Fischer, WDR 5 Morgenecho, gut aufgehoben.

Feministische Außenpolitik hat Schweden bereits im Jahr 2015 eingeführt, als erstes Land weltweit. Die Analyse "The Swedish Feminist Foreign Policy" von 2019 dazu kann bei der Heinrich Böll Stiftung nachgelesen werden.

Parteiübergreifende SOLI-DEMO am 25. Februar 2022


Um 18.30 Uhr auf dem Nördlinger Marktplatz:

Gemeinsam gegen Putins Krieg in der Ukraine!

Gemeinsam für Frieden, Gerechtigkeit und Deeskalation!

Veranstaltung zum "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus"

"Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus", am 27. Januar 2022, Nördlingen, Judengasse, Stele zur Erinnerung an die während der NS-Zeit aus Nördlingen deportierten und ermordeten jüdischen Bürger*innen. Vorne links: Stadträtin Andrea Eireiner, zweite links von der Stele Kreisvorsitzende Elisa Pfaff, links neben der Stele die 1. Vorsitzende des Freundeskreis Synagoge Hainsfahrt e.V. Sigi Atzmon, rechts von der Stele der Bezirksrat der Grünen und Donauwörther Stadtrat Albert Riedelsheimer


Gemeinsam mit Sigi Atzmon, 1. Vorsitzende des Freundeskreis Synagoge Hainsfahrt e.V., gedachten am 27. Januar 2022 der Ortsverband der Grünen bei den Stelen zum Gedenken der Ermordeten, in der Judengasse in Nördlingen, den Opfern des Nationalsozialismus am Jahrestag der Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz.


In einer, auf diese Weise bis jetzt in Nördlingen einmaligen öffentlichen Veranstaltung, wurde bei den Stelen in der Judengasse im stillen Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. In kurzen Ansprachen wurde gemahnt, sich gegen das Vergessen zu wenden und kein Verschweigen der millionenfachen Morde durch die Nationalsozialisten zuzulassen...

Entnehmen Sie bitte den vollständigen Beitrag unserer Pressemitteilung vom 04.02.2022.
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Entnehmen Sie bitte die Details der Veranstaltung - das vorgelesene Gebet und Gedicht, wie die Liste der Deportierten - nachfolgenden PDF-Dokumenten:
Jüdisches Gebet: "Ele male Rachamim" - "G'tt voller Erbarmen"
Gedicht von Ilse Weber "Ich wandere durch Theresienstadt"
Nördlinger Mitbürger*innen: deportiert und ermordet
Gedenkveranstaltung in Nördlingen: Ablauf am 27. Januar 2022

Pressemitteilung vom 4. Februar zum Gedenktag am 27. Januar 2022

Für Impfungen, Wissenschaft & Solidarität:
Redebeitrag der Kreisvorsitzenden Elisa Pfaff
auf der "Demo für die Wissenschaft" am 14. Januar 2022

Die Grüne Jugend und die Grünen Nördlingen bei der "Demo für die Wissenschaft am 14. Januar 2022 in Nördlingen, Foto: Elisa Pfaff


Guten Abend liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
mein Name ist Elisa Pfaff, ich spreche heute hier für die Grüne Jugend. Zuerst möchte ich Euch allen Danke sagen. Danke, dass ihr heute hier seid um ein Zeichen setzen. Heute machen wir gemeinsam klar, wofür wir als Jugendorganisationen über Parteigrenzen hinweg kämpfen: Für eine wissenschaftsbasierte Politik und Zusammenhalt in der Gesellschaft.
Die Covid-19 Pandemie hat uns wie unter einem Brennglas gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich politische Entscheidungen an evidenzbasierter Wissenschaft orientieren. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen uns durch ihr unermüdliches Arbeiten einen Weg durch und aus dieser Pandemie.....

Lesen Sie den vollständigen Redebeitrag hier zum Herunterladen:
Redebeitrag der Kreisvorsitzenden Elisa Pfaff auf der "Demo für die Wissenschaft" als pdf

Großer Vorteil für Nördlingen: Mit der Hesselbergbahn käme auch eine zusätzliche Bahnstation im Industriegebiet dazu. Bild: Wolfgang Goschenhofer


Der Koalitionsvertrag unterstützt mit starkem Rückenwind die Mobilitätsinitiativen im Ries

Jetzt heißt es: Volle Kraft voraus für die Hesselbergbahn und den Ausbau des ÖPNV

Der Ortsverband der Grünen in Nördlingen begrüßt den Koalitionsvertrag der neuen Regierung. „Beim Schwerpunkt Mobilität zeigen sich viele Übereinstimmungen mit unserem jahrelangen Engagement für die Bahnreaktivierung der Hesselbergbahn,“ so Kreis- und Stadtrat Wolfgang Goschenhofer. „Da passt es auch gut, dass der Koalitionspartner SPD in diesem Themenbereich im Ries ebenfalls politisch aktiv ist.“

Für Nördlingen von überaus großer Bedeutung ist die geplante stärkere Anbindung an den Fernverkehr. Dies wird die Stadt sowohl im Bereich des Tourismus, wie auch für umweltbewusste Unternehmen attraktiver machen…
(lesen Sie dazu weiter in der Pressemitteilung)

"Die Erde ist unser zuhause!" - DEUTSCHLAND HAT KEINE ZEIT ZU VERLIEREN!

Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass das Klimaschutzgesetz von CDU/CSU und SPD aus 2019 zu kurz greift.
Die bisher beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen reichten nicht aus für eine Emissionsminderung, die den Gefahren der Klimakrise hinreichend begegneten. Damit würden die Freiheitsrechte der jüngeren Generation verletzt.
Das Urteil zeigt: Wir brauchen jetzt ein Klimaschutzsofortprogramm.

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