Für Impfungen, Wissenschaft & Solidarität:
Redebeitrag der Kreisvorsitzenden Elisa Pfaff
auf der "Demo für die Wissenschaft" am 14. Januar 2022

Die Grüne Jugend und die Grünen Nördlingen bei der "Demo für die Wissenschaft am 14. Januar 2022 in Nördlingen, Foto: Elisa Pfaff

Guten Abend liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
mein Name ist Elisa Pfaff, ich spreche heute hier für die Grüne Jugend. Zuerst möchte ich Euch allen Danke sagen. Danke, dass ihr heute hier seid um ein Zeichen setzen. Heute machen wir gemeinsam klar, wofür wir als Jugendorganisationen über Parteigrenzen hinweg kämpfen: Für eine wissenschaftsbasierte Politik und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Die Covid-19 Pandemie hat uns wie unter einem Brennglas gezeigt, wie wichtig es ist, dass sich politische Entscheidungen an evidenzbasierter Wissenschaft orientieren.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weisen und durch ihr unermüdliches Arbeiten einen Weg durch und aus dieser Pandemie. Wissenschaft liefert uns gesicherte und belastbare Erkenntnisse. Zum Beispiel darüber, ob Impfungen sicher sind und ob sie wirken. Und ja, das sind sie und ja, das tun sie.
Diese Erkenntnisse sind die Richtschnur für eine erfolgreiche Pandemiebekämpfung. Gefühlte Wahrheiten und angebliche „alternative Fakten“, die in Wahrheit nichts anderes als inhaltsleere und oftmals schlichtweg erfundene Behauptungen sind, bringen uns nicht weiter.

Die Aufgabe von Wissenschaft ist es, regelgeleitet, nachvollziehbar und begründet neues Wissen über all das, was uns umgibt, zu generieren. Die Aufgabe von Politik ist es, allgemeingültige Regeln für das Zusammenleben zu finden.

Leider bedeutet das dann auch, dass eine Regierung, die sich in Zeiten einer Pandemie an wissenschaftlicher Evidenz orientiert, zeitweise Einschränkungen der persönlichen Freiheit durchsetzen muss. Und ich bin mir sicher, keine und keiner, die heute hier auf unsere Seite steht, findet diese Einschränkungen toll.
Wir allen würden natürlich lieber heute Abend gemeinsam mit Freund*innen feiern, lachen, unbeschwert leben, zur Schule gehen, studieren, arbeiten. Aber das interessiert eine Pandemie herzlich wenig. Deswegen gehen wir heute nicht für die Durchsetzung unserer individuellen Einzelinteressen auf die Straße, sondern kämpfen Gesellschaft, die gemeinsame Lösungen für gemeinsame Probleme erarbeitet. Und in einer Pandemie bedeutet Lösungsorientierung vor allem sich impfen zu lassen und sich an Regeln zu halten!

Denn eine Gesellschaft funktioniert nur dann, wenn es Regeln und Gesetze gibt. Diese Regeln schränken immer die individuelle Freiheit ein. Und das ist okay. Es ist okay, dass wir nicht mit 80km/h an der Kita vorbeibrettern dürfen und es ist ebenso in Ordnung, dass – zumindest bei uns in Bayern - in öffentlichen Innenräumen nicht mehr geraucht wird. Denn diese Regeln schränken zwar gegebenenfalls die Freiheit von Autofahrerinnen oder Raucherinnen ein, schützen aber die Allgemeinheit.
Das gleiche gilt für Infektionsschutzmaßnahmen. Natürlich schränken sie unsere individuelle Freiheit ein.
Aber nur mit diesen Regeln werden wir es schaffen, diese Situation zu lösen ohne dass noch mehr Menschen sterben oder schwer krank werden müssen.

Niemand muss dabei diese Regeln unhinterfragt lassen. In einer Demokratie kann man über die besten Lösungen debattieren.
Sich aber schlicht jedweder Regelung, sei es die Maskenpflicht oder auch Vorgaben des Versammlungsrechts, mit dem Verweis auf die angebliche Unantastbarkeit der eigenen Freiheit zu verweigern, ist weder demokratisch noch sonderlich klug. Es ist schlicht unsolidarisch und egozentrisch. So kommen wir als Gesellschaft nicht weiter.

Wir stehen heute hier und zeigen deutlich, dass es auch anders geht.
Wir stehen heute für eine Gesellschaft, in der man aufeinander achtet und auch auf schwächere Rücksicht nimmt. Denn auch das bedeutet Solidarität, nicht nur in einer Pandemie.
Wir stehen heute nicht etwa hier, nicht weil wir FFP2-Masken todschick fänden und Schnelltestabstriche unsere liebste Freizeitbeschäftigung sind. Nein, wir stehen heute hier, weil wir für eine Gesellschaft eintreten, in der jede und jeder etwas zur Lösung von Problemen beiträgt und Verantwortung übernimmt.
Wir stehen heute hier, weil wir uns solidarisch zeigen wollen mit allen, die seit Monaten unter dem mangelnden Verantwortungsbewusstsein einiger zu leiden haben. Solidarisch mit den Pflegekräften in Krankenhäuser, Pflegeheimen oder gemeinschaftlichen Wohneinrichtungen.
Wir stehen heute hier, weil wir eine Politik kämpfen, die Wissenschaft ernst nimmt.
Denn nur mit einem kollektiven Verantwortungsgefühl für unser Wohlergehen als Gesellschaft und demokratischen Entscheidungen, die auf Basis Wissenschaftlicher Erkenntnis getroffen werden, werden wir mit Pandemie und anderen globalen Krisen, wie etwa der Klimakrise umgehen können.

Danke, dass wir heute dafür gemeinsam auf die Straße gehen!

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Redebeitrag der Kreisvorsitzenden Elisa Pfaff auf der "Demo für die Wissenschaft" als pdf

Großer Vorteil für Nördlingen: Mit der Hesselbergbahn käme auch eine zusätzliche Bahnstation im Industriegebiet dazu. Bild: Wolfgang Goschenhofer


Der Koalitionsvertrag unterstützt mit starkem Rückenwind die Mobilitätsinitiativen im Ries

Jetzt heißt es: Volle Kraft voraus für die Hesselbergbahn und den Ausbau des ÖPNV

Der Ortsverband der Grünen in Nördlingen begrüßt den Koalitionsvertrag der neuen Regierung. „Beim Schwerpunkt Mobilität zeigen sich viele Übereinstimmungen mit unserem jahrelangen Engagement für die Bahnreaktivierung der Hesselbergbahn,“ so Kreis- und Stadtrat Wolfgang Goschenhofer. „Da passt es auch gut, dass der Koalitionspartner SPD in diesem Themenbereich im Ries ebenfalls politisch aktiv ist.“

Für Nördlingen von überaus großer Bedeutung ist die geplante stärkere Anbindung an den Fernverkehr. Dies wird die Stadt sowohl im Bereich des Tourismus, wie auch für umweltbewusste Unternehmen attraktiver machen…
(lesen Sie dazu weiter in der Pressemitteilung)

Was für eine Wahl. Und was für ein historisches Ergebnis.  Wir sagen Danke! Gemeinsam haben wir an 630.000 Türen geklingelt. Wir haben Flyer verteilt, Veranstaltungen vor Ort organisiert, gespendet, Infostände betreut, mit Familie und Freund*innen gesprochen, fleißig gepostet und Nachrichten verschickt. Tausend Dank! Gemeinsam haben wir so viel bewegt!

Trotz dieser neuen Stärke haben wir uns mehr erhofft. Wir nehmen diesen hohen Zuspruch, der deutlich über dem der letzten Bundestagswahl liegt, als Ansporn. Denn er zeigt, dass es den sichtbaren gesellschaftlichen Wunsch nach einer politischen Kraft gibt, die die notwendigen Veränderungen antreibt. Das wollen wir tun. 

Wir sind nicht am Ende des Weges, sondern am Anfang.
 Wir wollen die nächste Regierung zu einer Klimaregierung machen. Und dafür brauchen wir Dich! Willst du mit uns für Klimaschutz und Gerechtigkeit kämpfen? Dann werde jetzt Mitglied und lass uns den Weg, der vor uns liegt, gemeinsam gehen.

"Die Erde ist unser zuhause!" - DEUTSCHLAND HAT KEINE ZEIT ZU VERLIEREN!

Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass das Klimaschutzgesetz von CDU/CSU und SPD aus 2019 zu kurz greift.
Die bisher beschlossenen Klimaschutzmaßnahmen reichten nicht aus für eine Emissionsminderung, die den Gefahren der Klimakrise hinreichend begegneten. Damit würden die Freiheitsrechte der jüngeren Generation verletzt.
Das Urteil zeigt: Wir brauchen jetzt ein Klimaschutzsofortprogramm.

Online-Befragung: Donau-Ries global nachhaltig 2030

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Über diese Online-Befragung können die Landkreisbewohner*innen, lt. Mitteilung auf der Webseite: die Themenbereiche gewichten, die Landrat … » Weiterlesen

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Im Rahmen des aktuellen Verbundprojektes "Wirtschaften mit Zukunft* ökologisch - demokratisch - sozial" wird diese Salonreihe der … » Weiterlesen

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